HafenCity bei Familien beliebter als Eimsbüttel

Die HafenCity wird mehr und mehr zu einem Stadtteil für Familien. Bereits jetzt lebe fast jeder sechste der rund 2000 Einwohner des Stadtteils in einer Familie. Der Anteil von Familien mit Kindern an der Gesamtbevölkerung liege in der HafenCity bei 14,5 Prozent und übertreffe damit sogar Stadtteile wie Eimsbüttel (12,2 Prozent), Winterhude (11,7 Prozent) oder die Neustadt (10,8 Prozent).

In den kommenden Jahren ist in der HafenCity der Bau von überdurchschnittlich vielen, auch öffentlich geförderten Wohnungen geplant. Deshalb rechnet Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, damit, dass der Zuzug von Familien anhalten wird. Noch in diesem Jahr werde zum Beispiel im Quartier Baakenhafen mit dem Bau von 720 Wohnungen – sowohl Eigentums- als auch Sozialwohnungen – begonnen. Zudem würden in den kommenden Monaten weitere Wohnungsgrundstücke und eine Kindertagesstätte ausgeschrieben.

Der kurz nach der Jahrtausendwende begonnene Bau der HafenCity gilt derzeit als eines der bemerkenswertesten Stadtentwicklungsvorhaben weltweit. Bis zum Jahr 2025 wird auf einer Fläche von 157 Hektar ein Stadtteil mit maritimem Flair entstehen, der Arbeiten, Wohnen, Kultur, Freizeit, Tourismus und Einzelhandel miteinander verbindet. Derzeit arbeiten in der HafenCity rund 9000 Menschen.

Nicht nur im Quartier Baakenhafen sollen neue Wohnungen entstehen. So werden am Lohsepark mehrere Baugemeinschaften und zwei Bauträger Eigentumswohnungen, Lofts und öffentlich geförderte Mietwohnungen errichten. Die Erdgeschossbereiche werden gewerblich und durch eine Kindertagesstätte genutzt.

Am Sandtorpark wiederum sei Wohnvielfalt geplant, sagte Bruns-Berentelg. So werde in diesem Jahr an diesem Ort mit dem Bau eines Gebäudes begonnen, das neben Eigentums- und geförderten Mietwohnungen Ateliers sowie studentische Wohnungen enthalten solle. Auch in diesem Gebäude sei eine Kindertagesstätte geplant.

Mischbebauung sei ferner am Elbtorquartier und am Strandkai geplant, fügte Bruns-Berentelg hinzu. Bei den „Intelligent Quarters“ werde ein Bürohaus am Wasser durch zwei Gebäude ergänzt, in denen etwa 60 Wohnungen geplant seien. Am Strandkai plane das Immobilienunternehmen Engel & Völkers seine Zentrale, die neben Büros rund 100 Wohnungen enthalten solle. Am Baakenhafen entsteht neben den Wohnungen auch ein familienfreundliches Hotel mit Freizeitangeboten.

Insgesamt werde in diesem Jahr mit dem Bau von rund 180.000 Quadratmeter Geschossfläche begonnen, sagte der Geschäftsführer der HafenCity. Das Investitionsvolumen auf den Baustellen vom zentralen Strandkai bis zum Baakenhafen liege bei etwa 650 Millionen Euro. Zudem lägen die Arbeiten an der HafenCity Universität in den letzten Zügen.

Bisher haben private Unternehmen in die Entwicklung der HafenCity bislang rund vier Milliarden Euro investiert. Am Ende des Ausbaus würden es rund 8,5 Milliarden Euro sein, sagte Bruns-Berentelg. Damit zeige sich erneut, dass die HafenCity auch im globalen Maßstab ein Vorbild für die Entwicklung der inneren Stadt sei.


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